30 Jahre Übersetzungsbüro intercontact: Was hat sich in der Welt der Übersetzungen eigentlich geändert?

Intercontact Büro von außen

Seit 30 Jahren übersetzt intercontact, unzählige Übersetzungen sind so über die Jahre erstellt worden. Grund genug, einmal zu schauen, was sich an der Arbeit eines Übersetzungsbüros in dieser Zeit geändert hat.

Tatsächlich liegen die Wurzeln der intercontact GmbH noch weiter zurück, denn bereits vor 33 Jahren – 1988 – gründete Claudia Vollmers ihr Unternehmen intercontact, das zunächst mehrsprachiges Messepersonal vermittelte.

Bald wurde klar, dass die Messekunden nicht nur Standpersonal benötigten, sondern auch einen großen Bedarf an Übersetzungen hatten. Deshalb wurde 1991 mit der Gründung der intercontact Ges. für Sprach- und Messekommunikation mbH mit Sitz in Düsseldorf das Angebotsportfolio erweitert.
Ab sofort gehörte auch die Erstellung von Übersetzungen dazu, vor allem für Kunden aus den Feldern
Messe und Werbung.

Übersetzungen Anfang der 90er – damals war vieles ganz anders

Anfang der 90er Jahre war von Digitalisierung noch nicht viel in Übersetzungsbüros zu sehen. Das Internet und E-Mails nutzten hauptsächlich einige IT-Nerds, in normalen Büros kannte man diese Technik noch nicht. Übersetzungsaufträge gingen zu der Zeit oft per Fax ein oder vom Kurier als Manuskript oder auf Diskette geliefert. Für die Jüngeren unter uns: Disketten waren magnetische Datenträger, die von den damals zur Texterfassung genutzten PCs gelesen werden konnten. Nur wenige Unternehmen hatten Zugriff auf Datenfernübertragung per Datenleitung.

Dennoch war Schnelligkeit bei der Übersetzung bereits wichtig, womöglich wichtiger als heute, um den Zeitverlust durch die kompliziertere physikalische Übertragung der Texte auszugleichen.

Die Übersetzenden der damaligen Zeit konnten nicht auf Online-Kompendien oder Online-Wörterbücher zurückgreifen, schon gar nicht auf Softwarelösungen wie Übersetzungsmanagement oder Terminologiemanagement. Ihr einziges Hilfsmittel waren dicke Wörterbücher.

Erst gegen Ende der 90er setzte sich das Internet dann langsam auf breiter Basis durch. Das Vergeben von Übersetzungsaufträgen per E-Mail sowie das Versenden von zu übersetzenden Dokumenten als E-Mail-Anhang wurde nun immer alltäglicher.

Gleichzeitig gab es mit den nun aufkommenden Unternehmens-Websites ganz neue Tätigkeitsfelder für Übersetzungsbüros: die Webseiten-Übersetzung und die Lokalisierung von internationalen Websites.

Das Übersetzungsbüro expandiert

Das sich entwickelnde Internet brachte neue Übersetzungsaufgaben, intercontact wuchs und brauchte mehr Raum. Der Firmensitz wurde deshalb 1997 von Düsseldorf nach Willich verlegt. Das festangestellte intercontact-Team bestand jetzt aus 5 Mitarbeitern, dazu kamen viele freie Übersetzer.

Im Jahr 2000 verstärkte sich die Geschäftsleitung, intercontact wurde jetzt durch Claudia Vollmers-Schläger und Hagen Schläger gemeinsam geführt. Noch beschäftigte man sich neben Übersetzungsaufgaben weiterhin mit dem Messegeschäft. Doch die Übersetzungen wurden immer wichtiger.

2004 erfolgte deshalb die strategische Entscheidung, den Schwerpunkt der Unternehmenstätigkeit auf das Übersetzungsgeschäft zu legen. Zugleich wurde das Unternehmen umfirmiert zur intercontact GmbH. In dieser Konstellation wurden die ersten großen Fashion-Onlineshops bei der globalen Expansion mit Shop-Übersetzungen und Lokalisierungen unterstützt.

Der digitale Wandel ist da

2005 markierte für intercontact den Start der zunehmenden Digitalisierung der Prozesse. Die Wörterbücher aus den frühen 90ern wurden nun durch Translation-Memory-Systeme und Termbanken ersetzt, die dabei helfen, die durchgehende Qualität von Übersetzungen noch einfacher sicherzustellen.

Immer mehr Übersetzungsaufträge bezogen sich auf die Internationalisierung von Fashion-Online-Shops. intercontact baute nach und nach Kompetenz in den Schwerpunktbranchen Mode, Werbung, Zoologie und Technik auf und präsentiert sich heute als Spezialist auf diesen Feldern.

Das Unternehmen wuchs mit seinen Aufgaben und musste 2012 erneut in größere Räumlichkeiten umziehen. In Krefeld fand sich Platz für das gewachsene feste Team und für viele weitere Spezialisten, die neu eingestellt werden sollten.

Es entstanden in der Folge muttersprachliche Inhouse-Teams für Englisch, Französisch, Niederländisch, Spanisch, Italienisch und Polnisch. Parallel wurden die IT-Strukturen ausgebaut, um auf das zusätzliche Auftragsvolumen eingerichtet zu sein. Die vorhandenen Server und die Infrastruktur wurden erweitert, Technologie und Übersetzungssoftware erneuert. Zudem wurden aktuelle server- und cloudbasierte Translation-Memory-Systeme implementiert. 2015 ging schließlich das neue browserbasierte Translation-Management-System online, das seitdem die Basis für alle Prozesse rund um Übersetzungen bei intercontact bildet.

Bereit für die digitale Zukunft

Mit dem Einstieg der nächsten Generation im Jahr 2016 als Mitgesellschafter baute intercontact die eigene Zukunftsfähigkeit weiter aus. Mit Luc und Dan Schläger kamen neue Ideen und der direkte Draht zu jungen Zielgruppen ins Unternehmen, die dabei helfen, eng an den Ansprüchen eines sich dynamisch wandelnden Markts zu bleiben.

Ein Ausdruck davon ist die neue sechssprachige Website von intercontact, die technisch und inhaltlich vollständig überarbeitet im Sommer 2017 online ging.

Um onlineaffinen Kunden ein breiteres Portfolio anbieten zu können, beteiligte sich intercontact 2019 an der Jobasoft GmbH, einem Lösungsanbieter rund um die Unternehmensdigitalisierung.

2020 stieg Luc Schläger nach erfolgreich abgeschlossenem Studium der Wirtschaftswissenschaften in die operative Tätigkeit bei intercontact ein. Er übernahm die Leitung von Key Accounts und koordiniert die Implementierung von Kundensystemen sowie die Automatisierung von Übersetzungsprozessen.

Die Zukunft der Übersetzungen bleibt herausfordernd

Werden automatisierte Übersetzungen künftig Übersetzungsbüros überflüssig machen? Wird künstliche Intelligenz Übersetzer ersetzen? Ein Teil des Marktes wird davon sicher betroffen sein.

Wir sehen bei unseren Kunden jedoch einen ganzheitlicheren Anspruch, den automatisierte Übersetzungen nicht ansatzweise erfüllen können. So geht es beispielsweise bei der Internationalisierung eines Unternehmens nicht nur um Texte, sondern auch um Kenntnisse der juristischen Voraussetzungen in verschiedenen Ländern, um SEO oder auch um kulturelle Besonderheiten, die sich beispielsweise in der Bildauswahl widerspiegeln müssen.

Daneben ist Integration ein wichtiges Stichwort. Dazu entwickeln wir individuelle, schlanke Workflows, die über API einfache Übersetzungsprozesse und die automatische Übernahme in Kundensysteme ermöglichen.

Als Übersetzungsbüro mit klaren Schwerpunkten ist intercontact auf anspruchsvolle Übersetzungsaufgaben bestens vorbereitet. Und wir arbeiten Tag für Tag daran, dass wir auf diesem Feld für unsere Kunden besser werden.