Übersetzungen beauftragen: 10 hilfreiche Tipps

Sie benötigen eine Übersetzung bzw. planen ein größeres Übersetzungsprojekt und möchten wissen, was Sie bei der Vergabe von Übersetzungsaufträgen beachten sollten? Hier finden Sie alle wichtigen Punkte und eine nützliche Checkliste.

 

1. Textumfang und Liefertermine klären

Sie möchten Ihre Übersetzungen rechtzeitig zum geplanten Termin erhalten? Je nach Wortanzahl und Schwierigkeitsgrad eines Textes benötigt ein Übersetzer mehr oder weniger Zeit. Lassen Sie Ihren Text rechtzeitig hinsichtlich Kosten und Liefertermin kalkulieren.

Ein erfahrener Übersetzer kann zwischen 1.000 und 2.000 Wörtern pro Tag übersetzen, ein Lektor circa 1.000 Wörter in der Stunde korrigieren. Wenn Sie eine Website von 100.000 Wörtern übersetzen lassen möchten, ist es notwendig, Ihren Übersetzer oder Ihr Übersetzungsbüro zu avisieren, damit entsprechende Ressourcen bereitgehalten werden können. Sind beispielsweise weitere Agenturen in den Prozess involviert oder weitere Bearbeitungsstufen geplant, sollte dies ebenfalls im Vorfeld berücksichtigt werden.

2. Text auf Editierbarkeit prüfen

Wie viele verschiedene Dateien und Dateiformate liegen vor? Ein einfacher Text in Word kann sofort in die Übersetzung gehen. Scans mit Bildern, die Text beinhalten, oder Texte in Tabellen hingegen müssen vorher bearbeitet werden. Vermeiden Sie die Übersetzung von PDF-Dateien und stellen Sie stattdessen editierbare Dateien wie IDML, PPTX, DOCX etc. zur Verfügung.

3. Text auf Qualität und Vollständigkeit prüfen

Ist Ihr Ausgangstext übersetzungsgerecht formuliert und wird eine einheitliche Terminologie verwendet? Die Qualität des Ausgangstextes spielt eine entscheidende Rolle bei der Übersetzung. Der Quelltext sollte klar und eindeutig formuliert sein. Wenn ein Ausgangstext unklar formuliert ist, braucht Ihr Übersetzer mehr Zeit bei der Übersetzung.

Vermeiden Sie auch nachträgliche Textänderungen, denn das verzögert den Übersetzungsprozess und führt zu Inkonsistenzen. Die Prüfung Ihres Textes auf Vollständigkeit ist enorm wichtig.

4. Unterschiedliche Textlängen einplanen

Bietet das Layout genügend Platz für Sprachen, die länger laufen? Ausgangs- und Zieltext sind in den unterschiedlichen Sprachen nie gleich lang. Ein Wort, das in einer Sprache aus nur drei Buchstaben besteht, kann in einer anderen Sprache dreimal so lang sein.

5. Sprachvarianten festlegen

In welche Sprache(n) möchten Sie übersetzen lassen? Beachten Sie auch, dass es je nach Land verschiedene Sprachvarianten gibt. Brauchen Sie Englisch für UK oder die USA, Französisch für Frankreich, Belgien oder die Schweiz, Spanisch für Spanien oder Lateinamerika?

6. Zielgruppe und Verwendungszweck definieren

Welche Zielgruppe möchten Sie mit Ihrem Text erreichen? Welches ist der Verwendungszweck Ihrer Übersetzung? Das gewünschte Zielpublikum und der Verwendungszweck haben Einfluss auf die Wortwahl und den Stil der Übersetzung. Eine junge Zielgruppe erfordert beispielsweise eine andere Ansprache als eine ältere.

7. Format der Übersetzungen absprechen

In welchem Format soll die Übersetzung geliefert werden? Benötigen Sie den übersetzten Text einfach in Textform oder soll er gleich ins Layout gesetzt werden?

8. Ansprechpartner bei Rückfragen festlegen

Wer ist der Ansprechpartner für Rückfragen und wie möchte er kontaktiert werden? Um Ihren Text möglichst präzise in eine andere Sprache zu übersetzen, kann es sein, dass der Übersetzer einige Rückfragen stellt. Eine zeitnahe Beantwortung der Fragen ist nicht immer nötig, kann in einigen Fällen aber essentiell sein.

9. Referenzmaterial zur Verfügung stellen

Können Sie Ihren Übersetzer oder Ihr Übersetzungsbüro mit Referenzmaterial versorgen? Gibt es Styleguides/Stilvorgaben, Glossare, ähnliche Texte in Ausgangs- und Zielsprache, Fachliteratur? Referenzmaterial hilft Ihrem Übersetzer, den richtigen Ton zu treffen.

10. Zeit für ein Lektorat einplanen

Nachdem Ihr Übersetzer die Übersetzung fertiggestellt hat, prüft ein professioneller Lektor nochmal alles auf Herz und Nieren und überarbeitet den Text. Vier Augen sehen schließlich mehr als zwei. Planen Sie daher die Zeit für ein Lektorat ein.

Jetzt wissen Sie, was Sie bei der Vergabe von Übersetzungen beachten sollten und welche Fragen es vorab zu klären gilt. Und damit Ihr nächstes Übersetzungsprojekt noch reibungsloser verläuft, können Sie unsere praktische Checkliste einfach als PDF herunterladen und die Punkte abhaken!

 

 

Noch zwei gute Tipps zum Schluss:

1. Planen Sie für Ihr Übersetzungsprojekt genügend Zeit ein.

Ein guter Übersetzer denkt mit und hat auch mal Rückfragen. Und auch ein Lektor braucht Zeit, um einwandfreie Qualität zu garantieren.

2. Arbeiten Sie mit einem professionellen Übersetzungsbüro.

Wir empfehlen die Zusammenarbeit mit einer Übersetzungsagentur, die nach der DIN EN ISO 17100 zertifiziert ist. Hier arbeiten erfahrene Projektmanager, qualifizierte Übersetzer und versierte Lektoren mit der Hilfe moderner Technologie, und Ihre Texte und Informationen werden absolut vertraulich behandelt.

 

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