23. Januar 2024
Englischübersetzungen

In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen in Bezug auf Übersetzungen aufgrund der Digitalisierung maßgeblich verändert. Insbesondere im Bereich von Englisch-Übersetzungen ergeben sich einige Herausforderungen, die sowohl die fortschreitende Technologie als auch die kulturelle Dynamik widerspiegeln.

Hinter den Kulissen bei der Erstellung von professionellen Englisch-Übersetzungen: Aktuelle Herausforderungen im Englischen

Mit Englisch-Übersetzungen werden Sie weltweit verstanden

Aktuelle Daten zeigen, dass ca. 1,5 Milliarden Menschen weltweit Englisch als Mutter- bzw. Zweitsprache sprechen. Englisch gilt als eine der meistübersetzten Sprachen weltweit. Täglich werden Millionen von Texten, Dokumenten, Büchern, Websites und anderen Inhalten zwischen Englisch und anderen Sprachen hin- und herübersetzt. Über 60 Prozent aller Webseiten weltweit nutzen Englisch als Inhaltssprache. Englisch ist somit eine der wichtigsten Sprachen in der Geschäftswelt. Erhöhte Sichtbarkeit und stärkere Wettbewerbsfähigkeit, sind besondere Vorteile auf den E-Commerce Märkten der USA und von Großbritannien.


Herausforderungen bei Englisch-Übersetzungen

Denglisch-Dilemma

Denglisch ist ein wachsender Trend, bei dem englische Wörter in die deutsche Sprache integriert werden. Deutsche Wörter werden durch englische ersetzt oder die beiden Sprachen werden vermischt. Diese Verschmelzung von Deutsch und Englisch stellt Linguistinnen und Linguisten vor eine anspruchsvolle Aufgabe: Den feinen Balanceakt zwischen kultureller Anpassung und sprachlicher Reinheit zu meistern. Im deutschen Sprachgebrauch sind Sätze wie „Bis 20 Uhr ist beim Public Viewing heute noch Happy Hour“ oder „Die Jeans ist im Sale“ mittlerweile ganz normal.  

Eine Übersetzung von Sätzen solcher Art kann herausfordernd sein, da der Ausgangstext aus zwei Sprachen besteht und beispielsweise Online-Übersetzungsdienstleister dies kaum erkennen können.  Bei der Übersetzung von Denglisch ist es wichtig, den Kontext zu verstehen, in dem der Begriff verwendet wird, und die spezifische Bedeutung im Hinblick auf die Sprachvermischung zu berücksichtigen.

KI-Übersetzungen ins Englische

Mit dem rasanten Fortschritt der Künstlichen Intelligenz (KI) übernehmen maschinelle Übersetzungen einen immer größeren Teil des Marktes. Dennoch sind KI-Übersetzungen ins Englische mit Vorsicht zu genießen.

Der Umgang mit komplexen Satzstrukturen, kreativen Ausdrücken, kulturellen Nuancen, dem Sprachstil, Redewendungen und Sprichwörtern zeigt (noch) die Grenzen des maschinellen Lernens auf.

Wir empfehlen Ihnen im Anschluss an die maschinelle Übersetzung ein Englisch-Lektorat und / oder Post-Editing von unseren muttersprachlichen Linguistinnen und Linguisten. Dabei wird die maschinelle Übersetzung manuell nachbearbeitet, gelesen, korrigiert und optimiert, sodass die passenden Worte in jeder Sprache gewährleistet sind. Wir kombinieren die Expertise eines Menschen mit der Schnelligkeit der Maschine.

Textlänge bei der Englisch-Übersetzung

Deutsche Begriffe neigen dazu, im Allgemeinen länger zu sein als die meisten Wörter in der englischen Sprache, was dazu führen kann, dass englische Übersetzungen kürzer ausfallen als der deutsche Ausgangstext. Umgekehrt ist eine Übersetzung mit englischem Ausgangstext in die deutsche Sprache länger. Dies ist vor allem beim Fremdsprachensatz für internationale DTP-Projekte wie Printbroschüren und Newsletter zu beachten. Sind Texte in der einen Sprache länger als in einer anderen, kann beispielsweise das Design darunter leiden, sodass eine passende Umformulierung notwendig wird.

Terminologiemanagement und Fachterminologie bei Englisch-Übersetzungen

Die Wahrung von Konsistenz in der Verwendung branchenspezifischer Begriffe ist essenziell. Linguisten müssen sicherstellen, dass dieselben Termini konsistent in verschiedenen Kontexten verwendet werden. Übersetzungen ins Englische müssen nicht nur sprachlich korrekt sein, sondern auch die spezifischen Begriffe und Konzepte des jeweiligen Fachgebiets genau wiedergeben. Dazu ist die ständige Aktualisierung der Fachterminologie und die Integration von Kunden-Glossaren erforderlich.

Sprachliche Unterschiede – Übersetzungen ins American English und British English


Zu Beginn des Übersetzungsprojekts ist es wichtig zu definieren, welchen Zielmarkt soll Ihr Text adressieren. Welche Sprachvariante der englischen Sprache ist die richtige? Es gibt einige Unterschiede zwischen American English (AE) und British English (BE). Die Sprachen weichen aufgrund historischer und kultureller Unterschiede sowie geografischer Trennung voneinander ab.

Es gibt Unterschiede in der Rechtschreibung, Grammatik, Aussprache und dem Vokabular:

  • Rechtschreibung: Ein bekannter Unterschied liegt in der Rechtschreibung einiger Wörter. Zum Beispiel: color (American English) vs. colour (British English)
  • Vokabular: Es gibt zahlreiche Wörter, die unterschiedlich in den beiden Varianten verwendet werden. Zum Beispiel: french fries (AE) vs. chips (BE) für „Pommes“.
  • Grammatik: Es gibt subtile Unterschiede in der Grammatik, wie z. B. die Verwendung von present perfect tense.
  • Datumsformat: In der Schreibweise von Daten gibt es Unterschiede. In den USA wird oft der Monat vor den Tag gestellt (MM/TT/JJ), während in Großbritannien der Tag vor dem Monat steht (TT/MM/JJ).
  • Uhrzeitangaben: Bei der Uhrzeitangabe bevorzugt das amerikanische Englisch die 12-Stunden-Uhr (AM/PM), während das britische Englisch sowohl die 12-Stunden- als auch die 24-Stunden-Uhr verwendet.
  • Maßeinheiten: Im Vereinigten Königreich (GB) werden oft Meter und das metrische System verwendet. In den USA wird das imperiale System mit Zoll und Fuß verwendet.

Eine Englisch-Übersetzung sollte demnach immer zielgruppen- und länderspezifisch erfolgen.

Diese Herausforderungen verdeutlichen, dass die Welt der Englisch-Übersetzungen dynamisch bleibt. Fortschritte in Technologien wie KI-Übersetzungen bieten Lösungsansätze, bringen jedoch gleichzeitig auch neue Fragestellungen mit sich. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert nicht nur technologische Innovation, sondern auch die Expertise von muttersprachlichenLinguistinnen und Linguisten, die mit der Kultur und Sprache bestens vertraut sind.

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von Sarah Giebmanns


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