13. Dezember 2022
Rentier

Das Weihnachtsfest am 24. Dezember steht für viele Europäer für eine besinnliche Zeit mit den Liebsten. Der geschichtliche Hintergrund wird für die meisten Menschen mit der Geburt Jesu in Einklang gebracht. Aber wie es so schön heißt: „Andere Länder, andere Sitten“.


 Skandinavische Weihnachten

Mit dem „Julfest“ feiern unsere skandinavischen Freunde die Wintersonnenwende vom 21. Dezember bis zum 1. Januar. Viele sagenumwobene Geschichten und Bräuche reihen sich um die mystische Herkunft dieses Festes, das ursprünglich zu Ehren des nordischen Gottes Odin gefeiert wurde. Die alten Germanen und Kelten feierten in dieser Zeit die Geburt der Sonne. Über die Jahrhunderte hinweg wurde das Fest zur Wintersonnenwende zu dem heutigen skandinavischen Weihnachtsfest „Jul“. Statt einer Krippe steht bei vielen nordischen Familien der sogenannte „Julbock“ unter dem Weihnachtsbaum. Dieser steht symbolisch für das schwere Tragen der Geschenke, welche jedes Kinderherz höherschlagen lässt. Ein besonders heiterer Brauch ist es, kleine Scherzgeschenke unter dem Ruf „Julkap“ an bestimmte Personen zu übergeben. Als Lichterfest gelten im Norden die zwölf Feiertage bis zum 06. Januar, an denen zahlreichen alten Bräuchen neues Leben eingehaucht wird. In diesen Tagen werden die Häuser im hohen Norden ausgeräuchert und vor bösen Geistern geschützt. Der „Julblock“, ein großes Holzstück, brennt die zwölf Nächte hindurch und erinnert an vergangene Vorfahren. Besonders bekannt sind diese Festtage auch als Rauhnächte, in denen böse Dämonen vertrieben werden und die dunkle Winterzeit endet. Zu dem heutigen Julfest gehören noch immer der Julbock unter dem Tannenbaum und die Verteilung von kleinen Geschenken als Julkap.

An Weihnachten ins kalte Wasser springen

Die Iren schwimmen alljährlich im kalten Wasser des Forty Foot Gebirges und zelebrieren in Scharen das sogenannte „Weihnachtsschwimmen“. Am ersten Weihnachtstag stürzen sich tausende Iren in die eiskalten Fluten, ganz zur Freude der dick eingepackten Schaulustigen. Schwer vorstellbar bei den kalten Temperaturen ins kühle Nass zu springen, aber die Iren haben als Inselgemeinschaft eine einzigartige Beziehung zum Wasser, so dass jedes Jahr immer mehr Menschen an der lustigen Weihnachtstradition teilnehmen.

Parul Sampernandu – Das Laternenfestival

Vom Kalten ins Warme: Auf den Philippinen feiern die Einwohner und viele schaulustige Urlauber am Samstag vor dem Weihnachtsfest das Giant Lantern Festival. In San Fernando findet ein großer Wettbewerb statt, bei dem die verschiedenen Dörfer der Umgebung antreten und sich mit ihren riesigen Weihnachtslaternen messen können. Ein strahlender Abend erwartet jeden Besucher dieses Festes.

Mit BBQ-Sauce ins Weihnachtsfest

Bleiben wir direkt bei warmen Temperaturen und schauen uns das Weihnachtsfest unserer australischen Kollegen an. Bei den Wetterverhältnissen in „Down Under“ ist es nicht verwunderlich, dass weder Schnee, Tannenbäume oder Glühwein auf der weihnachtlichen Tagesordnung stehen. Im Gegensatz dazu feiern die Australier häufig große Barbecues mit der ganzen Familie und Nachbarschaft. Viele der typischen Weihnachtstraditionen aus Amerika werden auch in Australien gefeiert. Santa Claus bringt die Geschenke genau wie in den amerikanischen Staaten am Heiligabend.

Väterchen Frost als Liebesbote Amor

Russland gehört zu den Ländern die Weihnachten nicht um den 24. Dezember, sondern am 06. Januar feiern. Bei unseren russischen Nachbarn kommt außerdem nicht der Weihnachtsmann oder das Christkind, sondern Väterchen Frost. Er ist es auch, der zu dieser Zeit die Liebespfeile schießt. Ein Brauch in Russland besagt, dass die Single-Frauen im Land in den darauffolgenden zwei Wochen ihren zukünftigen Ehemann finden sollen. Weihnachtsgeschenke werden in Russland am Silvesterabend vergeben und gelten als Gaben des Väterchen Frosts. Der Heiligabend am 06. Januar ist gleichzeitig das Ende einer 40-tägigen Fastenzeit und wird in dem meist christlich-orthodoxen Glauben mit einem langen Gottesdienst zelebriert.

Eine schöne Weihnachtszeit wünscht intercontact

Jedes Land, jeder Kontinent und jede Kultur nutzt die Weihnachtsfeiertage, um eine schöne Zeit mit der Familie zu verbringen. Überall auf der Welt wird in dieser Zeit groß aufgetischt, geschlemmt und gefeiert. Ob bei Minusgraden oder am Strand, uns alle verbindet die gemeinsame Zeit mit den Liebsten und der Rückblick auf das vergangene Jahr.

Das Team des Übersetzungsbüros intercontact feiert auch in diesem Jahr die kulturelle Vielfalt und ein erfolgreiches Jahr 2022. Wir danken unseren Kollegen/innen, Freelancer/innen sowie Kunden/innen für die großartige Zusammenarbeit und wünschen schöne Feiertage, egal wo auf Welt Sie sich gerade befinden!

 

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von Sabrina Baumgardt


Quellen: